IOTA - Meine Investition in eine Kryptowährung

IOTA – Meine Investition in eine Kryptowährung

Als “Technik‑Nerd” und aufgrund der Medien kommt man seit 2018 um das Thema Kryptowährungen nicht drum herum. Der mit Abstand bekannteste Coin ist natürlich Bitcoin. Dieser war auch der Wegbereiter für viele andere Coins gewesen, die danach entwickelt wurden. Die Blockchain, welche Bitcoin als Technologie verwendet, ist mittlerweile zu einem Buzzword bei den neuen High‑Tech Start‑Ups mutiert. Jedes dieser Unternehmen will irgendwie Blockchain nutzen. Egal, ob es wirklich Sinn ergibt oder eben nicht. Dabei werden von den Unternehmen oft eigene Coins über ein ICO (Initial Coin Offering) zum Einsammeln von Geldern genutzt. Leider ist dabei zu erwarten, dass diese neuen Coins oft zum Scheitern verurteilt sind. Nur Wenige werden das Rennen machen.

Meine ersten Schritte

Da ich persönlich Bitcoin als überhitzt ansah und weiterhin ansehe bzw. Bitcoin eigentlich für mich nur einen Wertspeicher -wie Gold- darstellt, habe ich mich 2018 mitten im Hype für eine gänzlich andere Kryptowährung entschieden. Es handelt sich um IOTA und sein Tangle‑Verfahren (Tangle = engl. für Gewirr). Meine erste sehr kleine Investition tätigte ich somit kurz vor dem Platzen der Blase (wie soll es auch anders sein). Ich investierte in IOTA als es bei knapp über 4 $ stand; am 21.08.2020 war der Kurs bei 0,39 $). In den letzten zwei Jahren tauschte ich geschenkte Kryptowährungen (man findet so einige im Internet) in IOTA um und seit zwei Monaten lasse ich einen Sparplan bei meiner Handelsplattform für Kryptowährungen laufen. Aktuell bin ich im Plus 🙂

Wer oder was ist IOTA?

Im Jahre 2017 wurde von einer Gruppe von Entwicklern eine Stiftung in Berlin gegründet. Die IOTA‑Foundation setzt dabei den Fokus auf ein Transaktions- und Bezahlmodell, welches mit einem möglichst geringen Rechenaufwand versucht, Maschinen zu vernetzen.

Dafür soll die Kryptowährung IOTA mit der Währungseinheit MIOTA
(1 MIOTA = 1.000.000 IOTA) dienen.

Die IOTA‑Foundation kann sich dabei auf über 100 Partnerschaften, darunter BOSCH und VW, beziehen.

Welche Möglichkeiten bestehen mit IOTA?

Ein beliebtes Beispiel ist wohl der Kühlschrank, der von selbst Milch bestellt und diese bezahlt oder auch ein Auto, welches mit einer Parkuhr kommuniziert und sekundengenau die Standzeit abrechnet.

Viel mehr sind aber sogenannte Smart‑Cities interessant, in denen die Müllentsorgung und das Recycling gefördert werden (Belohnung in Form von Coins) oder auch Sonnenkollektoren Strom an Nachbarn abgeben und die Verteilung genaustens abgerechnet wird.

Eine weitere Idee ist eine “Sharing Economy”, in der Maschinen sich bei Bedarf mieten lassen. So können Unternehmen bei hoher Nachfrage kurzzeitig dieser entgegensteuern. Andersherum entstehen weniger Überschüsse, da man die Maschine nicht unnötig weiterlaufen lassen muss und stattdessen jemand anderes zwischenzeitlich mit der Maschine produktiv sein kann.

Viele weitere Anwendungsfälle werden aktuell erprobt. Interessante Berichte dazu lassen sich im Internet schnell finden.

Was ist das Tangle‑Verfahren?

Das Besondere an IOTA ist das Tangle‑Verfahren, welches die schnelle Vernetzung überhaupt erst möglich macht.

Quelle: https://www.iota-wiki.com/de/

Eine einfache Erklärung: Mit der eigenen Transaktion (dunkelgrau) prüft und bestätigt man zwei andere Transaktionen (die Pfeile zeigen auf diese). Ist die von mir und anderen geprüfte Transaktion hinreichend bestätigt, wird diese ausgeführt. Eine hinreichende Bestätigung liegt dann vor, wenn weitere nachfolgende Netzteilnehmer beispielhaft meine und die vorherigen Transaktionen bestätigen. Dabei laufen im Hintergrund kleinere Algorithmen, die das System sicher halten.

Ein fortgeschrittenes Tangle sieht wie folgt aus:

Quelle: https://www.iota-wiki.com/de/

Die grünen Transaktionen sind mehrfach validiert und können somit ausgeführt werden. Die blauen Transaktionen sind noch dabei ausreichend bestätigt und ausgeführt zu werden.

Bei steigender Teilnehmerzahl werden Ausführungen schneller erreicht. Das Tangle‑Verfahren ist daher sehr skalierbar. Aktuell sind 1000 Transaktionen pro Sekunde möglich.

Die Blockchain dagegen muss mit mehr Teilnehmern mehr Blöcke abschließen. Dabei darf ein Block dem anderen nicht gleichen und die Algorithmen werden deshalb komplizierter und teurer (Stromverbrauch) in der Berechnung. Das System verlangsamt sich mit der Zeit und ist zudem nicht mehr profitabel einzusetzen.

Fazit

IOTA hat eine sehr spannende und aus meiner Sicht sehr gut anwendbare Technologie. Einige Unternehmen versuchen IOTA bei sich einzubinden und es dürfte eine Frage der Zeit sein, wann Erfolge dazu zu vermelden sein werden. Aktuell hängt IOTA leider sehr am Preis von Bitcoin, obwohl es gänzlich verschiedene Ansätze sind. Ich spekuliere da auf eine zukünftige Unabhängigkeit und auf eine Wertsteigerung, wenn Akzeptanz erreicht wird.


Im Rahmen meines Studiums durfte ich eine Hausarbeit über “Kryptowährung IOTA. Möglichkeiten und Gefahren” schreiben. Diese ist bei Interesse käuflich zu erwerben. Darüber hinaus findet man aber auch sehr viele Informationen im Netz.


Wenn du Fragen zum Thema hast, dann lass doch einen Kommentar da oder schreibe mir über mein Kontaktformular.

Danke für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Beitrag.

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