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Börseneinstieg für Anfänger

Börseneinstieg für Anfänger

Hinweis:

Dieser Beitrag richtet sich an diejenigen, die sich neu mit dem Thema Börse/Anlage beschäftigen und die sich auch nur wenig mit der Thematik beschäftigen möchten/können. Ein Beitrag für Fortgeschrittene wird später noch folgen.


Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit dem Thema Wissensvermittlung rund um das Thema Börse. Gerade im Zuge des “Corona‑Crashs” sehen viele einen günstigen Einstieg in die Börsenwelt. Oft denkt man mehr spekulativ; weniger an eine langfristige Investition. Genau hier möchte ich Abhilfe schaffen.

Über Nacht wird man nur sehr selten reich; aber über einen längeren Zeitraum lässt sich relativ simpel ein Vermögen aufbauen. Diesen Ansatz belegen und empfehlen verschiedene Quellen im Internet, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Aus aktueller Sicht kann ich sagen, dass die Anlage an der Börse derzeit alternativlos ist, wenn man ein Vermögen oder eine Vorsorge aufbauen möchte. Sparbücher, Tagesgeldkonten* oder Rentenversicherungen liefern keine hohen Renditen mehr. Die Zinsen sind im Keller und eine Steigerung ist in weiter Ferne. Man könnte sich auch mit Immobilien, P2P‑Krediten oder Crowdfunding beschäftigen; aber dazu gehören ein gewisses Wissen und Zeit, die in die Recherche gesteckt werden muss. Es ist also mit Arbeit verbunden, die man sich vielleicht nicht unbedingt machen möchte.

Wichtiges vorab

Bevor wir loslegen, gibt es eine wichtige Checkliste, die man abarbeiten sollte:

  • Baue unnötige Konsumkredite vorher ab!
    Die Kosten sind meist höher als du Erträge an der Börse generieren kannst.
  • Habe einen Notgroschen für unerwartete Anschaffungen!
    Haushaltsgeräte oder das Auto für die Arbeit sollten beispielsweise durch einen Notgroschen ausgeglichen werden können. Faustregel hierfür: Drei Nettomonatsgehälter.
  • Lege nur Geld an, welches du nicht aktiv benötigst!
    Es sollte sich um Geld handeln, welches du nicht z. B. für Miete und Lebensmittel benötigst.
  • Du wirst nicht über Nacht reich!
    Wer keine Geduld hat, für den ist die Börse leider nichts.
  • Plane den Anlagehorizont für mindestens 10 Jahre!
    Statistisch gesehen kann man so aus Krisen mit Gewinn rausgehen.

Sind diese Punkte durchgearbeitet, können wir wirklich anfangen!

Was wird benötigt?

Zunächst wird natürlich Kapital benötigt, das frei für die Anlage verwendet werden kann (mindestens 25 € im Vierteljahr bei Comdirect oder 25 € im Halbjahr bei Consorsbank).

Des Weiteren sollte ein Aktiendepot bestehen oder eröffnet werden.
Meine Empfehlung hierfür ist einmal die Comdirect*, welche ein kostenloses Girokonto mit Kreditkarte und natürlich einem kostenlosen Aktiendepot bietet. Besteht ein Girokonto bereits, kann ich die Consorsbank* empfehlen, die ein kostenloses Depot anbietet und dabei die Einzüge vom bestehenden Konto automatisch übernimmt. Beide Anbieter sind von den Gebühren her fast gleich und nehmen bei einer Sparplan‑Ausführung 1,5 % der Anlagesumme (ca. 0,37 € bei 25 € Anlage). Die Consorsbank bietet etwas mehr Aktiensparplan‑Möglichkeiten, falls man sich später weiterentwickeln will. Ganz besonders wichtig ist der Service, der bei beiden Unternehmen sehr gut funktioniert -sowohl schriftlich als auch telefonisch.

Ich habe bei beiden Anbietern Depots und bis jetzt keine negativen Erfahrungen gemacht. Solltet ihr auf den Link klicken und bei einem der beiden Anbieter ein Depot eröffnen, erhalte ich eine kleine Provision. Euch kostet es natürlich nichts und ihr würdet diese Webseite unterstützen. Des Weiteren biete ich euch bei Fragen gerne persönliche Unterstützung über mein Kontaktformular an.

Wie wird nun gestartet?

Sollten nun die Voraussetzungen geschaffen sein, können eure Sparpläne bei dem jeweiligen Broker angelegt werden. Dafür kommen die sogenannten ETFs zum Einsatz (Exchange-traded fund oder zu Deutsch: Börsengehandelter Fonds). Ein Fonds beinhaltet mehrere Unternehmen. Ein MSCI World Fonds bildet die Weltwirtschaft mit den entwickelten Ländern (USA, Deutschland usw.) ab. Dabei sind mehr als 1.600 Aktienunternehmen vertreten.

Im Gegensatz zum klassisch gemanagten Fonds werden ETFs passiv durch Computer mit klaren Regeln gesteuert. So werden keine emotionsbedingte Fehler verursacht. Außerdem sind die Kosten geringer. Durch die hohe Anzahl an Unternehmen in diesem Fonds ist eine ausreichende Diversifikation gegeben. Da diese Fonds den Markt spiegeln, wird der Markt nicht geschlagen; aber man steht auch nicht schlechter da.

Meinen Erfahrungen und meiner Meinung nach bietet sich eine Konstellation mit 70 % entwickelten Ländern und 30 % Schwellenländern am besten an.
Zwei ETFs sind hierfür hervorragend zu nutzen:

Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF
WKN:  A12CX1

Der Vanguard FTSE Developed World bildet mit knapp 2.200 Aktienunternehmen die Besten aus den entwickelten Ländern ab.
Eine genaue Zusammensetzung findet sich hier.

Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF
WKN: A1JX51

Der Vanguard FTSE Emergin Markets bildet die Aktivitäten der Schwellenländer mit knapp 1.800 Aktienunternehmen ab.
Insbesondere ist damit der asiatische Markt -mit knapp 65 %- vertreten. Aber auch Lateinamerika, der Nahe Osten und Afrika sind dabei. Eine genaue Zusammensetzung findet sich hier.

Nimmt man also 100 € zum Sparen (monatlich, alle zwei oder drei Monate),
würden man 70 € in den Devolped World und 30 € in den Emerging Markets investieren.

Möchte man erstmal mit kleineren Raten starten (z. B. 25 €), wäre der Developed World zuerst zu wählen.

Beide ETFs schütten alle drei Monate Dividenden aus, so ist Motivation zum Weitersparen vorhanden. Das Geld kann man wieder anlegen oder frei nutzen. Bei der Consorsbank* muss allerdings ein Formular eingereicht werden, mit dem man einer direkten Wiederanlage widerspricht, da dies sonst automatisch ausgeführt wird.

Abschließend muss beim jeweiligen Broker ein Freistellungsauftrag eingerichtet werden, damit man nicht unnötige Steuern zahlen muss.
Eine Erklärung dazu findet man hier bei den Kollegen von Finanztip.

Sicherheiten und Risiken

Die hier genannten Möglichkeiten spiegeln nur meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder und sollen keiner Beratung nachkommen (siehe dazu Haftungsausschluss). Jede Anlage sollte natürlich gut überlegt sein und man sollte sich vorher genaustens informieren.

Die Anteile sind als Sondervermögen geschützt. Sollte der Broker insolvent werden, sind die Anlagen nicht weg und können auf ein anderes Depot übertragen werden.

Man unterliegt bei einer Anlage dem Kurs-, Zins- und Dividendenausfallrisiko. Generell ist ein gewisses Marktrisiko immer vorhanden. Die extreme Streuung soll einen Totalverlust verhindern. Wenn alle Aktien dieser Welt auf 0 stehen, dann haben wir entweder die Welt zerstört oder den Kapitalismus weltweit abgeschafft. Dennoch muss ich auch auf dieses Risiko hinweisen.


Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkle bringen und würde mich über einen Kommentar freuen. Gerne darf man diesen Beitrag auch teilen. Bei Fragen stehe ich euch über mein Kontaktformular zur Verfügung.

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